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Inwiefern unterscheidet sich die „Fehlbeschriftung“ kognitiver Verzerrung von der „Bezeichnung“?

Inwiefern unterscheidet sich die „Fehlbeschriftung“ kognitiver Verzerrung von der „Bezeichnung“?


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David Burns in seinem Buch Gut fühlen beschreibt kognitive Verzerrungen "Bezeichnung und Fehlbeschriftung":

Personal Labelling bedeutet, ein komplett negatives Selbstbild auf Basis Ihrer Fehler zu schaffen. Es ist eine extreme Form der Übergeneralisierung. Die Philosophie dahinter lautet: "Das Maß eines Menschen sind die Fehler, die er macht." Es besteht eine gute Chance, dass Sie in eine persönliche Etikettierung verwickelt sind, wenn Sie Ihre Fehler mit Sätzen beschreiben, die mit „Ich bin ein…“ beginnen geborener Verlierer" statt "Ich habe meinen Putt vermasselt." Wenn die Aktie, in die Sie investiert haben, sinkt statt steigt, denken Sie vielleicht: "Ich bin ein Versager" statt "Ich habe einen Fehler gemacht".

Sich selbst zu benennen ist nicht nur selbstzerstörerisch, es ist irrational. Dein Selbst kann nicht mit einer Sache gleichgesetzt werden, die du tust. Ihr Leben ist ein komplexer und sich ständig ändernder Fluss von Gedanken, Emotionen und Handlungen. Anders ausgedrückt: Sie sind eher ein Fluss als eine Statue. Hören Sie auf zu versuchen, sich mit negativen Bezeichnungen zu definieren – sie sind zu simpel und falsch. Würden Sie sich ausschließlich als "Esser" bezeichnen, nur weil Sie essen, oder als "Atmer", nur weil Sie atmen? Das ist Unsinn, aber solch ein Unsinn wird schmerzhaft, wenn Sie sich aus dem Gefühl Ihrer eigenen Unzulänglichkeiten heraus benennen.

Wenn Sie andere Menschen benennen, werden Sie unweigerlich Feindseligkeit erzeugen. Ein gängiges Beispiel ist der Chef, der seine gelegentlich gereizte Sekretärin als "unkooperative Schlampe" sieht. Wegen dieses Labels nimmt er sie übel und nutzt jede Gelegenheit, sie zu kritisieren. Sie wiederum bezeichnet ihn als "unempfindlichen Chauvinisten" und beschwert sich bei jeder Gelegenheit über ihn. Also gehen sie sich immer wieder gegenseitig an die Kehle und konzentrieren sich auf jede Schwäche oder Unvollkommenheit als Beweis für die Wertlosigkeit des anderen.

Beim Mislabeling wird ein Ereignis mit Worten beschrieben, die ungenau und emotional stark belastet sind. Zum Beispiel aß eine Frau auf Diät ein Eis und dachte: "Wie ekelhaft und abstoßend von mir. Ich bin ein Schwein." Diese Gedanken machten sie so wütend, dass sie den ganzen Liter Eis aß!

Aber Etikettierung und falsche Etikettierung scheinen gleichwertig zu sein. Ich sehe keinen Unterschied zwischen "Sie ist irritiert von mir, deshalb ist sie eine unkooperative Hündin" und "Ich habe ein Gericht gegessen, also bin ich ein Schwein". Wie unterscheidet David Burns zwischen diesen kognitiven Verzerrungen? Wie unterscheiden sich andere kognitive Therapeuten?


Es scheint, dass David Burns in diesem Fall Labeling als eine Übergeneralisierung beschreibt, nicht unbedingt als eine Fehlzuordnung. Wie in seinem Beispiel atmet eine Verschnaufpause, aber das ist nicht der einzige Aspekt der Verschnaufpause.

Falsche Kennzeichnung in diesem Beispiel ist eine ungenaue Kennzeichnung, keine Überverallgemeinerung, sondern qualitativ falsch und "emotional stark belastet".

Diese Erklärung würde zur regulären englischen Semantik der Wörter passen, daher scheint sie sinnvoll zu sein. Ich würde die Begriffe Labeling und Mislabeling jedoch nicht als starr definiert in diesem Text qualifizieren.